Braunkohletagebau: Energiewirtschaft und Umwelt

Braunkohletagebau: Abbaumethoden und FörderstättenDa Braunkohlevorkommen meist in geringen Tiefen zu finden sind, können diese im Braunkohletagebau abgebaut werden. Im Gegensatz zum Untertagebau, bei dem Schächte und Stollen gegraben werden müssen, wird beim Tagebau die obere Deckschicht abgetragen. Riesige Förderbagger tragen dann die Braunkohle ab. Da durch den Braunkohletagebau starke landschaftliche Veränderungen bewirkt werden (riesige oft mehrere Kilometer große Becken, die einige hundert Meter tief sein können) muss die Landschaft nach Beendigung des Tagebaus rekultiviert werden.

Oft wurden sogar ganze Ortschaften umgesiedelt, um den Braunkohletagebau zu ermöglichen. Zu den Gebieten in Deutschland in den Braunkohletagebau betrieben wird und wurde zählen die Gegend um Leipzig, die Lausitzregion und die Kölner Bucht.



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Bedeutung der Braunkohleförderung für die Energiewirtschaft

Eine sehr wichtige Rolle spielt die Braunkohle für die Stromerzeugung. Ca. 1/4 des in Deutschland erzeugten Stroms wird durch Braunkohle erzeugt. In Nordrhein Westfalen wird ca. 45% des Stromverbrauchs durch die Braunkohle aus dem rheinischen Reviers gedeckt. In dieser Region gibt es vier Braukohlekraftwerke, welche als größte Kohlendioxidquelle Europas gelten. Alternative Energieträger wie Windkraft, Sonnenenergie und Wasserkraft werden derzeit noch nicht in vollem Maße genutzt, so dass man mittelfristig auf Braunkohle als Energieträger angewiesen ist. Langfristig sollte man allerdings auf Braunkohle als Energieträger verzichten, da das Treibhausgas Kohlendioxid unsere Umwelt schädigt.




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Braunkohletagebau: Bedeutung für die Umwelt und Bevölkerung

  • Bei der Braunkohleverbrennung entsteht das umweltschädliche Treibhausgas Kohlendioxid. Braunkohle ist der Energieträger, welcher die Umwelt am meisten schädigt. Pro Tonne verfeuerter Braunkohle wird eine Tonne Kohlendioxid freigesetzt.
  • Des weiteren wird durch den Tagebau der Grundwasserspiegel abgesenkt, so dass Felder und Wälder vernichtet werden.
  • Die Landschaft wird in dem Abbaugebiet zerstört und muss nach Beendigung des Braunkohleabbaus aufwendig rekultiviert werden.
  • Straßen müssen verlegt werden, damit der Tagebau möglich wird.
  • Auch für die Bevölkerung hat der Braunkohletagebau weitreichende Auswirkungen. Im Bereich des Abbaugebietes müssen ganze Dörfer umgesiedelt werden. Dadurch wird die Dorfgemeinschaft unweigerlich zerstört.




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