Baustromverteiler: Technik und Vorschriften

BaustromverteilerEin Baustomverteiler ist ein spezieller Stromverteiler, der über umfangreiche Schutzvorrichtungen verfügen muss. Nach VDE-Norm muss der Baustromverteiler über eine Schutzerdung und Fi-Schalter verfügen. Der Baustromanschluss kann je nach Bauvorhaben über einen Gebäudeanschluss, oder bei größeren Bauvorhaben, bei denen höhere Stomleistungen erforderlich sind, über die Schaltstellen des Stromversorgers erfolgen. In Baustromverteilern wird in der Regel eine CEE-Stromverteilung benutzt, um mehrere Verbraucher an einen Drehstromanschluss anzuschließen. Das Stecksystem ist nach IEC 60309 ausgeführt.




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CEE-Verteiler werden häufig als mobile Schalt- und Anschlusseinrichtung für die Stromversorgung auf Baustellen während der Bautätigkeit eingesetzt. Je nach Ausführung kann der Baustromverteiler über einen oder mehrere Stromzähler verfügen. In der Regel werden die Zuleitungskabel provisorisch auf der Erde oder auch auf Stützen verlegt, um die Stromleitungen über Zufahrtswege hinwegzuführen. Dazu wird zum Beispiel ein 5-adriges flexibles Stromkabel verwendet.

Vorschriften Baustromverteiler

Da es sich bei einem Verteiler um eine Niederspannungsanlage handelt sind bestimmte Vorschriften zu beachten. Die Endabnahme hat durch eine fachlich Qualifizierte Person nach der  DIN VDE 0100-600:2008-06 zu erfolgen. Bein der Endabnahme wird die Funktion und die Belastbarkeit der Verbindungen in dem Netzwerk überprüft. Des Weiteren werden, die im Verteiler integrierten Schutzschalter überprüft. Bei dieser Überprüfung werden sowohl die Auslöseströme und die Auslösezeiten der Schutzschalter getestet. Die Auslösezeiten und Maximalströme sind in den Vorschriften für Baustromverteiler in der BGV A3 aufgeführt. Nach der Überprüfung erhält der Verteiler eine Prüfplakette und die Ergebnisse der Prüfung werden in ein Prüfprotokoll eingetragen. Je nach Dauer des Bauvorhabens kann es erforderlich sein, dass eine Wiederholungsprüfung durchgeführt werden muss.




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Technik: Erforderliche Schutzschalter

Von Frequenzgesteuerten Baugeräten wie Pumpen oder Baukränen geht eine besondere Gefährdung aus, wenn Fehlströme auftreten. Herkömmliche FI-Schutzschalter lösen bei Fehlströmen, die durch frequenzgesteuerte Geräte hervorgerufen werden, nicht aus. Wenn es zu einem Erdschluss kommt, werden herkömmliche FI-Schutzschalter vormagnetisiert und somit funktionsunfähig. Daher werden in Baustromverteilern allstromsensitive FI-Schutzschalter verwendet. Herkömmliche FI-Schutzschalter sind nicht zulässig.

Steckdosen im Baustromverteiler

In Baustromverteilern werden CEE-Steckdosen für 400 V als auch herkömmliche 230 V Schutzkontaktsteckdosen verbaut. Die 400 V CEE-Steckdosen sind mit einem roten Deckel versehen, während die 230 V Steckdosen einen blauen Deckel besitzen. Sowohl die 400 V Steckdosen als auch die 230 V Steckdosen unterliegen der CEE-Norm, welche europaweit gültig ist.




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