Aufdachisolierung – Aufdachdämmung

Aufdachisolierung - Aufdachdämmung: AufbauEine Aufdachisolierung wird hauptsächlich dann verwendet, wenn der Dachstuhl von innen sichtbar sein soll. Auf die Schalung kommt die Aufdachisolierung, die aus Kork, Polyurethanen oder Holzweichfaserplatten bestehen kann. An der Aufdachisolierung werden dann die Konterlattung, Lattung und Bedachung angebracht. Im Rahmen einer energetischen Sanierung ist die Aufdachdämmung die aufwendigste und teuerste Dämmungsvariante. Damit man eine Aufdachdämmung verlegen kann, ist es notwendig, dass das gesamte Dach abgedeckt wird. Dazu kommen noch die Kosten für das Baugerüst und die Entsorgung der alten Dachdeckung.




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Wann ist eine Aufdachisolierung sinnvoll?

Bei einem Neubau ist eine Aufdachdämmung relativ problemlos realisierbar. Die alte Dacheindeckung muss nicht entfernt und entsorgt werden. Insbesondere, wenn das Dachgebälk sichtbar leiben soll, ist die Aufdachdämmung die Dämmvariante der Wahl. Bei der energetischen Sanierung eines Altbaus sollte man sich gut überlegen, ob nicht die günstigere Zwischensparrendämmung die bessere Variante ist. Eine Zwischensparrendämmung lässt sich ohne Baugerüst einfach von innen einbringen. Dennoch gibt es bei Altbauten auch Fälle, bei denen sich eine Dämmung von Außen auf dem Dach durchaus lohnen kann. Wenn beispielsweise die Wohnfläche unter dem Dach bewohnt wird, und nicht geräumt werden kann, so ist eine Dämmung von Außen eine echte Alternative zu einer Zwischensparrendämmung. Häufig ist es auch lohnenswert, das alte rustikale Dachgebälk sichtbar zu belassen. Auch hier bietet sich eine Dachdämmung von außen an. Auch wenn eine Dachrenovierung sowieso ansteht, bietet sich eine Aufdachdämmung an.

Material für die Dachdämmung:

Glaswolle ist sowohl für eine Aufdachdämmung als auch für eine Zwischensparrendämmung geeignet. Dieses Dämmmaterial wird aus Altglas, Sand, Bindemittel und Kalk hergestellt. Die Wärmeleitfähigkeit von Glaswolle liegt bei 0,032-0,048 Watt pro Quadratmeter und Kelvin, was ein relativ guter Wärmedämmwert ist.




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Hydrophobierte Holzplatten werden bei der Dachdämmung zusätzlich als wasserableitende Schicht eingesetzt, um die Regensicherheit zu gewährleisten.

Polyurethan besitzt eine sehr gute Dämmwirkung. Die Wärmeleitfähigkeit dieses aus Rohöl hergestellten Materials liegt bei 0,020-0,025 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Allerdings gilt dieses Dämmmaterial als normal entflammbar, was für den Bandschutz nicht optimal ist.

Vorteile und Nachteile:

  • Die Aufdachisolierung ist die effektivste Dämmmethode, wenn es um die Dachdämmung geht. Diese Dämmmethode bietet optimalen Wärmeschutz, da sowohl der Wohnraum als auch die Dachkonstruktion gedämmt werden.
  • Zudem bilden sich bei dieser Dämmvariante keine Wärmebrücken, da die Dämmschicht luft- und winddicht ist. Es wird eine geschlossene Dämmschicht ausgebildet, welche das gesamte Dach umhüllt.
  • Des weiteren wird die Wohnfläche nicht vermindert, wie es beispielweise bei einer Unterdachdämmung oder einer Zwischensparrendämmung der Fall ist.
  • Der Nachteil einer Aufdachisolierung ist, dass der handwerkliche Aufwand und die daraus resultierenden Kosten relativ hoch sind. Eine Aufdachdämmung kann man in der Regel nicht selber durchführen, während es durchaus mit etwas handwerklichem Geschick möglich ist, eine Zwischensparrendämmung selber einzubringen.




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