Gegendruckturbine

Gegendruckturbine, DampfturbineEine Gegendruckturbine ist eine Dampfturbine, bei der das Dampfdruckgefälle nur zum Teil ausgenutzt wird d.h. der Dampf wird nur teilweise entspannt. Die Restenergie des Dampfes wird als Prozesswärme Fernwärme und Nahwärme genutzt. Gegendruckturbinen werden vorzugsweise bei Heizkraftwerken eingesetzt, die die Restwärme als Fernwärme an den Verbraucher abgeben. Mit der Fernwärme lassen sich auch im weitern Umfeld eines Heizkraftwerkes Gebäude beheizen. Ein wichtiges Kennzeichen der Gegendruckturbine ist es, dass der Abdampf nicht bis in den Überdruckbereich entspannt, sondern im Überdruckbereich überhitzt und anschließend entnommen wird.




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Heizkraftwerke mit Wärme-Kraft-Kopplung

Die Einsatzmöglichkeiten von einer Dampfturbine sind sehr vielfältig. In der Praxis finden sie überall dort Anwendung, wo Dampf in einer großen Menge als Heizdampf benötigt wird. Dieser Heizdampf wird weiter verarbeitet, um private Haushalte oder Unternehmen mit Wärme zu versorgen oder um Energie in Form von Wärme für den Produktionsprozess bereitzustellen. Der Prozess, in dem die Wärme in einem Heizkraftwerk erzeugt wird, erfordert viele Einzelschritte. Er wird auch als Wärme-Kraft-Kopplung bezeichnet.

Aufbau und Funktion: Gegendruckturbine  und Dampfturbine

Eine Gegendruckturbine besitzt eine schnell rotierende Welle, die mit Turbinenschaufeln bestückt ist. Der Antrieb der Gegendruckturbine erfolgt durch anströmenden Wasserdampf. Auf diese Weise kann mechanische Energie erzeugt werden, wobei sich die Menge genau dosieren lässt.




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Die Erzeugung der mechanischen Energie durch die Gegendruckturbine ist wiederum die Voraussetzung, um Wärme zu erzeugen. Dies geschieht, indem die mechanische Energie Schritt für Schritt in Wärmeenergie umgewandelt wird.

Heizkraftwerke – Fernwärme, Nahwärme und Prozesswärme

In der Praxis werden sehr unterschiedliche Formen von Wärmeenergie benötigt. Hierbei kann es sich um Fernwärme, Nahwärme und Prozesswärme handelt. Fernwärme und Nahwärme dient der Heizung von Räumen in Gebäuden, während Prozesswärme in der Industrie zur Anwendung kommt. Hier steht allerdings nicht die Heizung von Räumen, sondern der Produktionsprozess im Vordergrund. Natürlich müssen auch Industrieräume und Fertigungshallen beheizt werden, die Wärme lässt sich aber noch auf vielfältige andere Weise nutzen.




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