Druckluftstrahlen

Druckluftstrahlen, SandstrahlenDruckluftstrahlen ist eine Technik bei der mit Hilfe von Druckluft festes Strahlgut zur Behandlung von Oberflächen verwendet wird. Meistens werden Metalle mit dieser Technik behandelt, um Rost zu entfernen oder das Metall von Verschmutzungen zu reinigen. Man kann diese Technik auch zum Aufrauen von Oberflächen verwenden z.B. um eine metallische Oberfläche zu mattieren. Druckluftstrahlen wird aber auch bei anderen Materialien wie Holz und Beton für Reinigungszwecke eingesetzt. Als Strahlmittel kommt Sand (Sandstrahlen), Glasperlen (Glasperlenstrahlen) oder auch Trockeneis zur Anwendung.




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Druckluftstrahlen: Einsatzmöglichkeiten

Das Druckluftstrahlen mit einem festen Strahlmittel hat einige Vorteile gegenüber anderen Methoden zur Oberflächenbehandlung. So sind die Investitionskosten für die Strahlanlage überschaubar und man ist bezüglich der Strahlmittelauswahl sehr flexibel. So kann das Strahlmittel schnell gewechselt werden und der Wartungsaufwand der Anlage hält sich in Grenzen. Zudem ist die Reinigungsleistung im Vergleich zu anderen Verfahren sehr hoch.

Das Strahlmittel kann das Werkstück auf die folgenden Arten behandeln:

  • das Werkstück kann durch das mit hoher Geschwindigkeit auftreffende Strahlgut gereinigt werden
  • die Oberfläche des Werkstücks kann aufgeraut werden (Oberflächenveredelungsstrahlen)
  • das Werkstück kann durch das Strahlgut umgeformt werden (Umformstrahlen)
  • die Oberfläche des Werkstücks kann verfestigt werden (Verfestigungsstrahlen)



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Funktionsprinzip:

Bei diesem Strahlverfahren wird das Strahlmittel durch einen mit sehr hoher Geschwindigkeit austretenden Luftstrom beschleunigt. Dabei befindet sich das Strahlgut in einem Druckkessel. Zu dem Druckkessel wird über ein Leitungssystem Druckluft zugeführt, die auf das im Kessel befindliche Strahlgut drückt. Des weiteren wir die Druckluft an dem Kessel vorbeigeführt und gelangt an das Mischventil. Über eine Zufuhröffnung über dem Mischventil dringt das Strahlgut ein. Nun wird das Strahlgut mit der Druckluft vermischt. Bei diesem Prozess muss darauf geachtet werden, dass die Geschwindigkeit des Druckluft-Strahlmittelgemisches nicht zu gering ist, damit sich die Strahlmittelpartikel auf Grund ihres höheren Gewichtes nicht absetzen.

Die Strahlmitteldüse wird von Hand geführt. Das Strahlmitteldruckluftgemisch tritt dabei mit einer Geschwindigkeit von bis zu 240 m/s aus der Düse aus und trifft aus das zu reinigende Werkstück. Der Betriebsdruck beim Druckluftstrahlen sollte nicht unter 5 bar fallen. Je nach Strahlanlage kann mit einem Betriebsdruck von bis zu 12 bar gearbeitet werden.




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Die Strahlleistung beim Druckluftstrahlen ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • vom Strahlmitteldurchsatz
  • vom Druck an der Strahlmitteldüse
  • von der ausströmenden Luftmenge
  • von der Düsenform und dem Düsendurchmesser