Wasserkraftwerke / Speicherkraftwerke

Wasserkraftwerke / SpeicherkraftwerkWasserkraftwerke erzeugen ca. 18% der weltweiten Energie. Diese Kraftwerke wandeln  die Strömungsenergie des fließenden Wassers mit Hilfe einer Turbine in elektrischen Strom um. Eine Sonderform des Wasserkraftwerks ist das Speicherkraftwerk. Bei Speicherkraftwerken fungiert ein natürlicher oder künstlich angelegter See als Wasserspeicher. Das Wasser wird in Speicherkraftwerken oft mehrere Monate gespeichert, um bei Bedarf die wertvolle Spitzenenergie bereitzustellen. Speicherkraftwerke können im Gegensatz zu Grundlastkraftwerken innerhalb von Minuten auf Volllast hochgefahren werden.




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Eigenschaften und Bauarten von Wasserkraftwerken

Im Bereich der erneuerbaren Energien ist die Wasserkraft besonders wichtig, denn diese Energieform steht uns im Gegensatz von Sonne und Wind zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung. Somit kann man mit Wasserkraft rund um die Uhr Co2 neutrale, klimaschonende Energie produzieren. Man unterteilt die Kraftwerkstypen nach ihrer Bauart. Am häufigsten findet man Laufwasserkraftwerke. Dieser Kraftwerkstyp nutzt zur Energiegewinnung die Kraft des fließenden Wassers. Daher werden Laufwasserkraftwerke an Flüssen gebaut. Speicherkraftwerke werden hingegen an Stauseen gebaut. Eine Sonderform des Speicherkraftwerks ist das Pumpspeicherkraftwerk, welches die Energie besonders effektiv speichern kann. Daneben gibt es soch die Gezeitenkraftwerke, welche die Kraft von Ebbe und Flut zur Energiegewinnung nutzen.

Das Laufwasserkraftwerk: Aufbau und Funktionsweise

Das Prinzip eines Laufwasserkraftwerkes erinnert an eine Mühle am Bach. Während die Mühle nur mechanische Energie erzeugt, wird beim Laufwasserkraftwerk die mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Anstatt des primitiven Schaufelrades werden durch das fließende Wasser Hochleistungsturbinen angetrieben. Diese Turbinen besitzen einen sehr hohen Wirkungsgrad, so dass die Wasserkraft optimal ausgenutzt wird. Die Turbinen treiben Generatoren an, welche die mechanische Energie wie bei einem Fahrraddynamo in elektrische Energie umwandeln.




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Diese Wasserkraftwerke verfügen häufig noch über eine Wehranlage. Diese Wehranlage staut den Fluss auf, so dass ein Höhenunterschied entsteht. Somit wird die Fallhöhe des Wassers vergrößert. Je größer die Fallhöhe des Wassers, desto größer ist auch die Kraft, welche zur Energieerzeugung genutzt werden kann.

Vorteile Wasserkraftwerke:

  • Wasserkraft zählt zu den regenerativen Energieformen
  • Kein Ausstoß von Treibhausgasen
  • Eine Wasserstandsregulierung von Flüssen ist möglich.

Nachteile Wasserkraftwerke:

  • Oft sind Umsiedelungen notwendig
  • Dammbruchgefahr
  • Landschaftliche und Ökologische Veränderungen (insbesondere beim Speicherkraftwerk)




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